Hände in Unschuld waschen 2.0

Sich rein zu waschen, gehört sicher zu einem archaischen Ritual des Menschen in allen Kulturen. Seelisches soll durch einen körperlichen Akt vollzogen werden, um das Gewissen von „dunklen Flecken“ zu säubern. Die rituelle Waschung kennen wir als Zeichenhandlung in jeder Weltreligion. Sich ein gutes Gewissen kaufen zu können, gehörte jedoch zu den perfiden Ideen einer Kirche im Mittelalter, denen Gott sei dank Einhalt geboten werden konnte. Das diese Methode auch im Marketing immer wieder als Mechanik für den Verkauf genutzt wird, scheint keinen Aufreger mehr wert zu sein. Ökologisches Waschmittel hin oder her – die Überhöhung als Gewissensreiniger überschreitet sicher die Grenzen eines Produktversprechens. Entdeckt im Westbahnhof Wien.20140922-072342-26622907.jpg

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