Das Abstiegsgespenst beim HSV: Auch eine Frage der Position

Das Abstiegsgespenst beim HSV: Auch eine Frage der Position

Der HSV rangiert in der Fußball-Bundesliga auf einem Abstiegsplatz. Der Verein hat den dritten Trainer in der laufenden Saison verpflichtet. Ob sich nun etwas ändern wird, darf zumindest bezweifelt werden. Die Mannschaft ist massiv verunsichert, fußballerische Lichtblicke sind selten geworden in Hamburg.

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Christian Heidel, Manager von Mainz 05, etwas Kluges gesagt:

„Schauen wir uns doch mal den HSV an: Ich kann da nur noch darüber schmunzeln, wenn dort Aufsichtsräte erzählen, dass z.B ein neuer Manager sein Konzept vor dem Gremium präsentieren soll. Das ist doch schon grundfalsch: Das Konzept muss der Verein vorgeben und sich dementsprechend sein Personal suchen. Beim HSV kommt stattdessen alle paar Monate ein neuer Trainer oder Manager mit seinem Konzept und alles wird wieder auf den Kopf gestellt.“
(Quelle: FAZ)

Und damit benennt Heidel eine Grundvoraussetzung für den Erfolg von Fußball-Mannschaften und von Unternehmen gleichermaßen: Eine Positionierung, die aus der eigenen Identität heraus gespeist wird, ist eine Grundvoraussetzung für den langfristigen Erfolg. Beim HSV kann man derzeit erleben, was geschieht, wenn die Positionierung nicht als Führungsaufgabe wahrgenommen wird. Ressourcen wie Geld, Zeit, Nerven und die eigene Souveränität werden eingesetzt. Und dennoch bleibt man ratlos, ziellos, mutlos und letztlich erfolglos.

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