Beiträge von: Michael Buttgereit

Hände in Unschuld waschen 2.0

Sich rein zu waschen, gehört sicher zu einem archaischen Ritual des Menschen in allen Kulturen. Seelisches soll durch einen körperlichen Akt vollzogen werden, um das Gewissen von „dunklen Flecken“ zu säubern. Die rituelle Waschung kennen wir als Zeichenhandlung in jeder Weltreligion. Sich ein gutes Gewissen kaufen zu können, gehörte jedoch zu den perfiden Ideen einer Kirche im Mittelalter, denen Gott sei dank Einhalt geboten werden konnte. Das diese Methode auch im Marketing immer wieder als Mechanik für den Verkauf genutzt wird, scheint keinen Aufreger mehr wert zu sein. Ökologisches Waschmittel hin oder her – die Überhöhung als Gewissensreiniger überschreitet sicher die Grenzen eines Produktversprechens. Entdeckt im Westbahnhof Wien.20140922-072342-26622907.jpg

Werbung in einem Zug.

Notbremse in einem Zug (Quelle: Flickr.com, Serge.Bystro)Heute morgen hörte ich folgende Lautsprecherdurchsage im IC 231 von Köln nach Recklinghausen: „Guten Morgen meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich darf sie auf den gastronomischen Service unseres Zuges aufmerksam machen. Leider führt unser Zug außerplanmäßig kein Bordbistro. Sie können jedoch in unserem Notverkauf in Wagen 9 Vollkornschnitten und Kaffee bei meinem Kollegen erweben. Wir bitten diesen Service zu entschuldigen.“

(Quelle: Flickr.com, Serge.Bystro)

Plakate ohne Absender

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Das Plakatkonzept der Kindernothilfe zeigt einmal mehr, wie formale Akkuratesse die Eindeutigkeit des Absenders verhindern kann. Es entsteht ein Plakat ohne eindeutige Markierung. Das starke Markenzeichen der Kindernothilfe, das aus einem signifikanten, einfachen grafischen Element und dem Namensschriftzug besteht, konnte bislang als Wort-/Bildmarke leicht als Kreuz interpretierbar werden. Ein kluges visuelles Ereignis, dass nun ganz in beliebiger Grafik untergeht. Eine Wiederholung des Markenzeichens in der rechten unteren Ecke, als Absenderkennung hätte hier leicht Abhilfe schaffen können.

Positionierung – Das Geheimnis der Erfolgreichen: Teil 5

Gute Produkte und Dienstleistungen sind nicht zwangsläufig im Markt erfolgreich. Ob Ihr Angebot vor denen Ihrer Mitbewerber gewählt wird, hängt im Wesentlichen von einer strategischen Positionierung ab. Die Reihe “Positionierung – Das Geheimnis der Erfolgreichen” gibt Ihnen Impulse für Ihren eigenen Markterfolg. 

Teil 5: Den eigenen Claim abstecken

Ein Claim wirbt nicht für eine Leistung, sondern er bestätigt die Leistung, die ich mit der Marke erlebe.

 Wer seine Positionierung im Markt überzeugend einnehmen will, der steckt seinen „Claim“ ab.Wir kennen diesen Begriff aus den Goldgräbergeschichten Alaskas im 19. Jahrhundert. Wer seinen Claim absteckte, der erklärte damit seinen Anspruch auf einen Schürfgrund.
Wenn Unternehmen heute Ihre Claims formulieren, dann tun sie das zumeist durch ein einzigartiges Leistungsversprechen, mit dem sie den Markt besetzen wollen.

Positionierung – Das Geheimnis der Erfolgreichen: Teil 4

Gute Produkte und Dienstleistungen sind nicht zwangsläufig im Markt erfolgreich. Ob Ihr Angebot vor denen Ihrer Mitbewerber gewählt wird, hängt im Wesentlichen von einer strategischen Positionierung ab. Die Reihe “Positionierung – Das Geheimnis der Erfolgreichen” gibt Ihnen Impulse für Ihren eigenen Markterfolg. 

Teil 4: Authentisch sein statt authentisch wirken

Die unterschiedlichen Facetten des Positionierungsdesign-Kompass machen deutlich, dass modernes Marketing primär ein authentisches Beziehungsziel verfolgt, dem das Vertriebsziel nachgelagert ist.

 Eine erfolgreiche Positionierung ist abhängig von einer überzeugenden Differenzierung zu Wettbewerbsangeboten.

Positionierung – Das Geheimnis der Erfolgreichen: Teil 3

Gute Produkte und Dienstleistungen sind nicht zwangsläufig im Markt erfolgreich. Ob Ihr Angebot vor denen Ihrer Mitbewerber gewählt wird, hängt im Wesentlichen von einer strategischen Positionierung ab. Die Reihe „Positionierung – Das Geheimnis der Erfolgreichen“ gibt Ihnen Impulse für Ihren eigenen Markterfolg. 

Teil 3: Den Positionierungsanspruch selbstbewusst formulieren

Sie alle kennen den Unterschied zwischen einem Werbeversprechen und einer Anspruchsformulierung (Claim), den ein Unternehmen durch seine Leistung erhebt.

Erstaunliche Branchenerkenntnisse!

Unternehmen aus der Holzwirtschaft können gar nicht anders als „Stamm“- kunden zu haben. Diese Einsicht kam gerade einer Gruppe von Unternehmensberatern, die eine Ausbildung zur engpasskonzentrierten Strategie (EKS) bei Dr. Kerstin Friedrich an der EKS Akademie absolvieren. So geht es bei der Existenz von Metzgereien eigentlich immer um die „Wurst“ und sie bekommen im Gegenteil zu gestandenen Konditoren eher wenig „gebacken“. Händler von Kontaktlinsen leben von der „Fassungslosigkeit“ ihrer Produkte und mancher Vertrieb in Unternehmen „vertreibt“ geradezu ihre Kunden. Zimmerleute treffen bei Ihren Angeboten nicht selten den „Nagel auf den Kopf“ ihrer Zielgruppe. Befragen Sie zu diesen Phänomenen doch mal Ihren Friseur, ob das stimmt – ich bin sicher er wird antworten: „haargenau!“